Die Eigenheimversicherung schützt das Gebäude selbst – gegen Feuer, Sturm, Leitungswasser und meist auch Elementarschäden. Sie ist nicht mit der Haushaltsversicherung zu verwechseln, die den beweglichen Hausrat absichert. Für Hausbesitzer ist sie faktisch unverzichtbar; ein Vergleich lohnt sich, weil Deckung und Prämie je nach Anbieter deutlich variieren.
Die Eigenheimversicherung schützt das Gebäude selbst – Mauern, Dach, fest verbaute Teile und meist auch Nebengebäude – gegen Feuer, Sturm, Leitungswasser und je nach Tarif Elementarschäden. Sie ist von der Haushaltsversicherung zu trennen, die nur den beweglichen Hausrat ersetzt. Wer ein Haus besitzt, kommt an ihr kaum vorbei – ein Vergleich lohnt sich, weil Deckungsumfang und Prämie stark schwanken.
Gebäude- oder Haushaltsversicherung – was deckt was?
| Schaden | Eigenheim-/Gebäudeversicherung | Haushaltsversicherung |
|---|---|---|
| Feuer am Gebäude | gedeckt | nein (nur Inhalt) |
| Sturm- und Hagelschaden am Dach | gedeckt | nein |
| Leitungswasser (Rohrbruch) | Gebäudeschaden gedeckt | Schaden am Inhalt |
| Möbel, Elektronik, Kleidung | nein | gedeckt |
| Elementar (Hochwasser, Erdrutsch) | je nach Tarif / Zone | je nach Tarif |
| Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht | meist inkludiert | Privathaftpflicht separat |
Welche Gefahren die Eigenheimversicherung abdeckt
- Feuer: Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion.
- Sturm und Hagel: ab Windstärke 8 (rund 62 km/h) – ein häufiger Schaden in Österreich.
- Leitungswasser: Rohrbruch, Frost- und Nässeschäden am Gebäude.
- Elementar: Hochwasser, Überschwemmung, Schneedruck, Lawinen, Erdrutsch – oft als Zusatzbaustein und abhängig von der Risikozone (HORA/ZÜRS).
- Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht: Schäden Dritter, etwa durch herabfallende Dachziegel oder nicht geräumte Gehwege.
Was kostet eine Eigenheimversicherung?
Die Prämie richtet sich vor allem nach Wohnnutzfläche, Bauweise, Ausstattung und dem gewählten Deckungspaket. Als grober Richtwert nennt der Markt für ein durchschnittliches Einfamilienhaus je nach Umfang und Elementardeckung Beträge im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich pro Jahr. Wesentliche Faktoren:
| Faktor | Wirkung auf die Prämie |
|---|---|
| Wohnnutzfläche (m²) | größer = teurer (Basis vieler Tarife) |
| Bauweise und Dachart | massiv günstiger als leichte Bauweise |
| Elementar-/Hochwasserzone | höheres Risiko, höhere Prämie oder Ausschluss |
| Selbstbehalt | höher gewählt senkt die Prämie |
| Zusatzbausteine | Glasbruch, Photovoltaik, Rückstau erhöhen den Preis |
Neuwert, Unterversicherung und Wertanpassung
Seriöse Eigenheimtarife versichern zum Neuwert und passen die Versicherungssumme über einen Baukostenindex laufend an. Wichtig ist, die Wohnnutzfläche korrekt anzugeben: Wird sie zu niedrig angesetzt, droht im Schadenfall eine Unterversicherung – der Versicherer kürzt dann anteilig. Viele Anbieter verzichten bei korrekter Flächenangabe auf den Unterversicherungseinwand.
Rechenbeispiel 2026
| Objekt | Deckung | Prämie (Richtwert) |
|---|---|---|
| Einfamilienhaus ~120 m² | Feuer, Sturm, Leitungswasser | ca. 200–350 €/Jahr |
| Einfamilienhaus ~120 m² | inkl. Elementar & Haftpflicht | ca. 300–500 €/Jahr |
| Haus in Hochwasserzone | Elementar eingeschränkt | Zuschlag oder Ausschluss möglich |
Die Werte sind Richtwerte – der tatsächliche Preis ergibt sich erst aus dem konkreten Angebot und der Risikolage Ihres Objekts.
Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
- Neuwertdeckung und Wertanpassung statt Zeitwert.
- Elementardeckung prüfen – gerade in gefährdeten Lagen entscheidend.
- Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht inkludiert oder separat.
- Zusatzbausteine nach Bedarf: Glasbruch, Photovoltaik, Rückstau, Grobfahrlässigkeit.
- Selbstbehalt passend zur gewünschten Prämie wählen.
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