Eigenheimversicherung Vergleich Österreich 2026

Die Eigenheimversicherung schützt das Gebäude selbst – gegen Feuer, Sturm, Leitungswasser und meist auch Elementarschäden. Sie ist nicht mit der Haushaltsversicherung zu verwechseln, die den beweglichen Hausrat absichert. Für Hausbesitzer ist sie faktisch unverzichtbar; ein Vergleich lohnt sich, weil Deckung und Prämie je nach Anbieter deutlich variieren.

Die Eigenheimversicherung schützt das Gebäude selbst – Mauern, Dach, fest verbaute Teile und meist auch Nebengebäude – gegen Feuer, Sturm, Leitungswasser und je nach Tarif Elementarschäden. Sie ist von der Haushaltsversicherung zu trennen, die nur den beweglichen Hausrat ersetzt. Wer ein Haus besitzt, kommt an ihr kaum vorbei – ein Vergleich lohnt sich, weil Deckungsumfang und Prämie stark schwanken.

Gebäude- oder Haushaltsversicherung – was deckt was?

SchadenEigenheim-/GebäudeversicherungHaushaltsversicherung
Feuer am Gebäudegedecktnein (nur Inhalt)
Sturm- und Hagelschaden am Dachgedecktnein
Leitungswasser (Rohrbruch)Gebäudeschaden gedecktSchaden am Inhalt
Möbel, Elektronik, Kleidungneingedeckt
Elementar (Hochwasser, Erdrutsch)je nach Tarif / Zoneje nach Tarif
Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtmeist inkludiertPrivathaftpflicht separat

Welche Gefahren die Eigenheimversicherung abdeckt

  • Feuer: Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion.
  • Sturm und Hagel: ab Windstärke 8 (rund 62 km/h) – ein häufiger Schaden in Österreich.
  • Leitungswasser: Rohrbruch, Frost- und Nässeschäden am Gebäude.
  • Elementar: Hochwasser, Überschwemmung, Schneedruck, Lawinen, Erdrutsch – oft als Zusatzbaustein und abhängig von der Risikozone (HORA/ZÜRS).
  • Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht: Schäden Dritter, etwa durch herabfallende Dachziegel oder nicht geräumte Gehwege.

Was kostet eine Eigenheimversicherung?

Die Prämie richtet sich vor allem nach Wohnnutzfläche, Bauweise, Ausstattung und dem gewählten Deckungspaket. Als grober Richtwert nennt der Markt für ein durchschnittliches Einfamilienhaus je nach Umfang und Elementardeckung Beträge im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich pro Jahr. Wesentliche Faktoren:

FaktorWirkung auf die Prämie
Wohnnutzfläche (m²)größer = teurer (Basis vieler Tarife)
Bauweise und Dachartmassiv günstiger als leichte Bauweise
Elementar-/Hochwasserzonehöheres Risiko, höhere Prämie oder Ausschluss
Selbstbehalthöher gewählt senkt die Prämie
ZusatzbausteineGlasbruch, Photovoltaik, Rückstau erhöhen den Preis

Neuwert, Unterversicherung und Wertanpassung

Seriöse Eigenheimtarife versichern zum Neuwert und passen die Versicherungssumme über einen Baukostenindex laufend an. Wichtig ist, die Wohnnutzfläche korrekt anzugeben: Wird sie zu niedrig angesetzt, droht im Schadenfall eine Unterversicherung – der Versicherer kürzt dann anteilig. Viele Anbieter verzichten bei korrekter Flächenangabe auf den Unterversicherungseinwand.

Rechenbeispiel 2026

ObjektDeckungPrämie (Richtwert)
Einfamilienhaus ~120 m²Feuer, Sturm, Leitungswasserca. 200–350 €/Jahr
Einfamilienhaus ~120 m²inkl. Elementar & Haftpflichtca. 300–500 €/Jahr
Haus in HochwasserzoneElementar eingeschränktZuschlag oder Ausschluss möglich

Die Werte sind Richtwerte – der tatsächliche Preis ergibt sich erst aus dem konkreten Angebot und der Risikolage Ihres Objekts.

Worauf Sie beim Vergleich achten sollten

  1. Neuwertdeckung und Wertanpassung statt Zeitwert.
  2. Elementardeckung prüfen – gerade in gefährdeten Lagen entscheidend.
  3. Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht inkludiert oder separat.
  4. Zusatzbausteine nach Bedarf: Glasbruch, Photovoltaik, Rückstau, Grobfahrlässigkeit.
  5. Selbstbehalt passend zur gewünschten Prämie wählen.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Eigenheim- und Haushaltsversicherung?
Die Eigenheim- bzw. Gebäudeversicherung schützt das Haus selbst – Mauern, Dach, fest verbaute Teile und oft Nebengebäude. Die Haushaltsversicherung ersetzt dagegen den beweglichen Hausrat wie Möbel, Elektronik und Kleidung. Für ein Eigenheim braucht man in der Regel beide Absicherungen; sie ergänzen einander.
Ist die Eigenheimversicherung in Österreich verpflichtend?
Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nicht. Finanziert man den Hausbau oder -kauf über einen Kredit, verlangt die Bank jedoch praktisch immer eine Feuer- bzw. Gebäudeversicherung als Sicherheit. Unabhängig davon ist sie für Hausbesitzer faktisch unverzichtbar, weil Feuer- oder Sturmschäden schnell existenzbedrohend werden können.
Sind Hochwasser und Elementarschäden mitversichert?
Nicht automatisch. Elementarschäden wie Hochwasser, Überschwemmung, Schneedruck oder Erdrutsch sind meist ein eigener Baustein und hängen von der Risikozone ab. In stark gefährdeten Lagen kann die Deckung eingeschränkt, mit Selbstbehalt versehen oder ausgeschlossen sein. Prüfen Sie Ihre Zone und die Elementardeckung vor Abschluss.
Was bedeutet Unterversicherung beim Eigenheim?
Von Unterversicherung spricht man, wenn die Versicherungssumme niedriger ist als der tatsächliche Neuwert des Gebäudes. Im Schadenfall kürzt der Versicherer die Leistung dann anteilig. Wird die Wohnnutzfläche korrekt angegeben, verzichten viele Anbieter auf den Unterversicherungseinwand und passen die Summe über einen Baukostenindex an.
Was kostet eine Eigenheimversicherung pro Jahr?
Als grober Richtwert liegen Tarife für ein durchschnittliches Einfamilienhaus je nach Fläche, Bauweise, Region und Deckungsumfang im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich pro Jahr. Elementardeckung, Zusatzbausteine und die Risikozone beeinflussen den Preis stark. Ein Vergleich mehrerer Anbieter zeigt die Bandbreite für Ihr Objekt.
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